Asmodee benennt erste Brettspiel-Partner für Lord of the Rings

Asmodee benennt erste Brettspiel-Partner für Lord of the Rings

Asmodee hat die ersten Partnerunternehmen bekanntgegeben, die neue Brettspiele und Zubehör zur Welt von Mittelerde produzieren werden. Sechs Monate nach der Übernahme der Tabletop-Lizenz für „Der Herr der Ringe" sollen mehrere etablierte Verlage und Hersteller eigene Titel beisteuern. Die Auswahl folgt einer Phase, in der Teile der Branche befürchtet hatten, Asmodee werde die attraktivsten Projekte für sich reservieren.

Diese Verlage produzieren neue Mittelerde-Titel

Zur ersten Gruppe gehören Grand Gamers Guild, Mitherausgeber von „Endeavor: Deep Sea", und Stone Blade Entertainment, der Verlag hinter dem Deckbuilder „Ascension". Hinzu kommt Play to Z, das von Z-Man-Games-Gründer Zev Schlasinger ins Leben gerufen wurde. Ergänzt wird das Feld durch den Würfel- und Zubehörhersteller Sirius Dice sowie Game Toppers, das in einer separaten Mitteilung Tische, Spielmatten und weiteres Zubehör im Mittelerde-Stil angekündigt hat.

Die konkreten Projekte der meisten Partner bleiben vorerst unter Verschluss. Eine Ausnahme ist Stone Blade. Der Verlag hatte bereits im April eine Lord-of-the-Rings-Version seines „Ascension"-Deckbuildings auf Gamefound vorgestellt.

Asmodee selbst hat in den vergangenen zwei Jahren mehrere erfolgreiche Mittelerde-Titel veröffentlicht. Dazu zählen „Duel for Middle Earth", eine Variante von „7 Wonders Duel", sowie „The Fellowship of the Ring – Trick-Taking Game" und Matt Leacocks pandemie-inspiriertes „Fate of the Fellowship". Bei den 20. Golden Geek Awards räumten diese Titel mehrere Auszeichnungen ab.

Eigene Projekte und offener Pitch-Prozess

Asmodee war bis zur Ausgliederung Anfang 2025 eine Schwestergesellschaft von Middle-earth Enterprises innerhalb der Embracer Group. Mit der Übertragung der Tabletop-Lizenz im Oktober übernahm das Unternehmen die Verantwortung dafür, welche Verlage künftig Mittelerde-Spiele entwickeln dürfen. Die Frage, ob die besten Projekte intern bleiben würden, beantwortete Luke Peterschmidt, der die Middle-earth-Sparte bei Asmodee leitet, schon kurz nach Amtsantritt gegenüber BoardGameWire: „Unsere Aufgabe ist es, die richtige Anzahl von Mittelerde-Spielen im richtigen Tempo zu produzieren, damit jedes Spiel Raum zum Atmen hat (…) und kein Teil dieser Mission besagt ‚und Asmodee macht alle Spiele'."

In seiner aktuellen Stellungnahme zur Partner-Auswahl ergänzte Peterschmidt: „Es mag den einen Ring geben, der sie alle regiert, aber es braucht viele Verlage, um die Bedürfnisse der Fans von ‚Der Herr der Ringe' zu erfüllen."

Aus dem eigenen Haus plant Asmodee in diesem Jahr „The Lord of the Rings: The King's Gambit", das vom Studio Space Cowboys gemeinsam mit Restoration Games entwickelt wird. Der Titel basiert auf „Star Wars: The Queen's Gambit", einer Avalon-Hill-Veröffentlichung aus den frühen 2000er Jahren, die vier Schlachten aus „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" nachstellt. Verlage, die eigene Mittelerde-Projekte einreichen möchten, können sich per E-Mail an METTGlicensing@asmodee.com wenden.

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