Carcassonne Labyrinth: Zwei Klassiker, ein Familienspiel

Spielschachtel von Carcassonne Labyrinth: roter Drache mit ausgebreiteten Flügeln über einer Landschaft aus Burgen und Wegen, darunter der Titel-Schriftzug und das Ravensburger-Logo.
Carcassonne Labyrinth (Bild: Ravensburger)

Zwei der bekanntesten deutschen Familienspiele bekommen einen gemeinsamen Nachfolger: Carcassonne Labyrinth verbindet den Schiebemechanismus von Das verrückte Labyrinth mit dem Legespiel Carcassonne. Ravensburger und Hans im Glück bringen den angekündigten Titel im September 2026 in den Handel, vorgestellt wird er auf der SPIEL.

Zwei Marken, eine Schachtel

Der Reiz steckt schon im Namen. Das verrückte Labyrinth von Max J. Kobbert erscheint seit 1986 bei Ravensburger und gehört zu den meistverkauften Familienspielen überhaupt. Carcassonne von Klaus-Jürgen Wrede läuft seit 2000 bei Hans im Glück und prägt seit einem Vierteljahrhundert den Spieleabend. Für Carcassonne Labyrinth arbeiten beide Verlage und beide Autoren zusammen, illustriert von Marcel Gröber und Franz-Georg Stämmele. Dass zwei deutsche Klassiker mit zwei deutschen Autoren und zwei deutschen Verlagen in einem Spiel zusammenkommen, ist im DACH-Raum die eigentliche Nachricht.

Erst schieben, dann bauen

Mechanisch koppelt das Spiel zwei Abläufe in jedem Zug. Zu Beginn zieht man, falls nötig, ein Auftragsplättchen vom eigenen Stapel: Es gibt vor, welchen Schatz man ansteuert. Dann kommt das Labyrinth. Man schiebt ein Plättchen in das Wege-Raster, verschiebt damit die Gänge und bewegt anschließend die eigene Figur über den frei gewordenen Weg zum Ziel.

Das eingesammelte Schatzplättchen und das Plättchen, das beim Schieben am anderen Ende aus dem Raster fällt, wandern danach in die eigene Stadt. Und die wächst vor jeder Person einzeln: Anders als beim klassischen Carcassonne bauen nicht alle an einem gemeinsamen Bild, sondern jede und jeder an der eigenen Auslage aus Straßen und Städten. Weil aber alle im selben Labyrinth schieben, verändert jeder Zug zugleich die Wege der Mitspielenden. Genau in dieser Kopplung aus gemeinsamem Raster und eigener Stadt sitzt der taktische Reiz.

Gewertet wird am Ende die eigene Stadt: Wer über die feste Rundenzahl am geschicktesten schiebt und baut, gewinnt. Wie die Schlusswertung im Detail ausfällt, zeigt sich zum Erscheinen.

Auf BoardGameGeek ist der Titel bereits mit den Bausteinen beider Vorbilder gelistet: Plättchen ins Raster schieben, Wege und Gebiete bauen, eine Auslage, die sich mit jedem Zug verändert. Kurz, die vertrauten Zutaten von Labyrinth und Carcassonne, neu verzahnt.

Für wen das gedacht ist

Alter ab 8 Jahren, rund 30 Minuten Spielzeit, ein bis vier Personen: Das verortet Carcassonne Labyrinth klar im Familienspiel-Segment. Vom Einstieg her bleibt es nah am leicht zugänglichen Labyrinth, legt mit dem Städtebau aber eine zusätzliche taktische Ebene darüber, ohne die Runde auf Kennerspiel-Länge zu strecken. Neben dem Spiel zu zweit bis viert nennen Ravensburger und BoardGameGeek auch einen Solo-Modus für eine Person. Wie rund sich die Verzahnung am Tisch anfühlt, zeigt sich zum Handelsstart.

Die Eckdaten

  • Autoren: Max J. Kobbert und Klaus-Jürgen Wrede
  • Illustration: Marcel Gröber, Franz-Georg Stämmele
  • Verlage: Ravensburger und Hans im Glück
  • Spieleranzahl: 1 bis 4 Personen (Solo-Modus vorhanden)
  • Spielzeit: ca. 30 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Inhalt: Spielplan, 94 Plättchen, 70 Chips, 8 Spielfiguren, 15 Karten, Anleitung
  • UVP: 34,99 Euro (nur im Handel)
  • Art.-Nr. / EAN: 25176 / 4005556251766
  • Release: September 2026, vorgestellt auf der SPIEL