Origins of Light: Final Fantasy auf Kickstarter

Cover-Illustration von Origins of Light: A Final Fantasy Board Game

Origins of Light: A Final Fantasy Board Game geht im Oktober 2026 auf Kickstarter. Das kooperative Dungeon-Crawler-RPG von Kess Entertainment, der Spielesparte von Kess Co., basiert auf den Pixel-Remaster-Editionen von Final Fantasy I bis III und ist offiziell von Square Enix lizenziert. Figuren-, Karten- und Beschwörungsgrafiken stammen laut Berichterstattung aus offiziellen Square-Enix-Sprites, eine Stadt im Spiel haben Square-Enix-Künstler eigens dafür entworfen. Der Deal ist Teil einer größeren Lizenzvereinbarung zwischen Kess Co. und Square Enix, die laut Berichten auch Sammel-Würfelsets im RPG-Stil umfasst.

Drei Module für drei Final-Fantasy-Teile

Jeder der drei Final-Fantasy-Teile bildet ein eigenes Spielmodul. Die Gruppe zieht über ein Spielbrett, das der Karte des jeweiligen Originals nachempfunden ist, kämpft gegen Monster und Bosse mit eigens gestalteten, kristallförmigen Würfeln und kleinen Chocobo-Spielsteinen und besucht Städte, um dort Heilung, Ausrüstung und Magie einzukaufen. Im Final-Fantasy-I-Modul stehen sechs Heldenklassen zur Wahl: Krieger, Mönch, Dieb sowie Schwarz-, Weiß- und Rot-Magier. Mit steigender Stufe können Charaktere ihre Klasse wechseln.

Das Final-Fantasy-II-Modul setzt auf neun benannte Held:innen aus dem Originalspiel und macht die Erkundung zum Roguelite: Leere Felder auf dem Spielplan werden per zufällig gezogenem Plättchen gefüllt, jede Partie verläuft also anders. Das Final-Fantasy-III-Modul funktioniert über Drafting und bringt komplexere Klassen wie Dunkelritter, Barde und Geomant ins Spiel. Bei der genauen Heldenzahl widersprechen sich die Quellen: BGG nennt 22 wählbare Held:innen, eine unabhängige Fachquelle spricht von 24 Varianten.

Gespielt wird von 1 bis 4 Personen ab 12 Jahren in 90 bis 180 Minuten, mit einer eigenen Solo-Variante für Einzelspielende. Design stammt von Alex Kessler, die Illustrationen von Jordan Robbins. Eine spielbare Demo zeigte das Studio bereits Ende Juli/Anfang August 2026 auf der Gen Con in den USA.

Wie genau am Tisch zusammengespielt wird, etwa ob Entscheidungen offen ausgehandelt werden oder wer welche Information sieht, kommunizieren die bisherigen Ankündigungen nicht. Auch einen Vergleich zu etablierten Koop-Dungeon-Crawlern wie Gloomhaven oder Zombicide zieht bislang keine der Quellen, eine Einordnung der Komplexität bleibt damit offen. Auf BoardGameGeek gibt es zum Titel noch keine einzige Wertung.

Kess Co.: kein Erstlingsprojekt

Hinter dem Projekt steht Kess Co. aus Los Angeles, gegründet von Alex Kessler. Die Spielesparte Kess Entertainment adaptiert seit 2022 Video- und Animevorlagen fürs Brettspiel und hat dafür bereits mit Capcom, Toei und Sega zusammengearbeitet, Square Enix ist also nicht die erste große Lizenz des Studios. Mit „Kess“, einem abstrakten Taktikspiel für Kurzpartien, hat der Verlag zudem bereits ein eigenständiges Spiel veröffentlicht.

Kickstarter-Start und was noch fehlt

Die Kampagne selbst ist noch nicht live: Frühere Ankündigungen vom Juli und August 2026 nennen den 15. Oktober als Starttermin, ein im September mit dem Verlag geführtes Interview nennt dagegen den 20. Oktober. Welches der beiden Daten am Ende gilt, lässt sich vor dem tatsächlichen Kampagnenstart nicht abschließend klären.

Bei erfolgreicher Finanzierung soll die Auslieferung im Mai oder Juni 2027 erfolgen. Finanzierungsziel, Pledge-Stufen und mögliche Stretch-Goals hat der Verlag bislang nicht veröffentlicht, dazu lässt sich vor Kampagnenstart noch nichts sagen. Eine deutsche Lokalisierung oder einen deutschen Vertrieb erwähnt ebenfalls keine der Quellen, auch das bleibt vorerst offen.

Quellen

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