CMON sucht 17,5 Millionen Dollar von Investoren

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CMON warnt in seinem Halbjahresbericht 2026 vor einem „anhaltenden strukturellen Abschwung“ und sucht mehr als 17,5 Millionen US-Dollar von externen Investoren. Eine Bezugsrechtsemission an die Altaktionäre wurde nur zu 7,76 Prozent gezeichnet, das berichtet das Fachportal BoardGameWire am 9. September 2026.

Der Verlust im ersten Halbjahr 2026 liegt bei 2,1 Millionen Dollar, deutlich niedriger als der Verlust von 7 Millionen Dollar im ersten Halbjahr 2025, bei einem Umsatz von 3,68 Millionen Dollar. Die Barreserven lagen zum 4. August 2026 bei rund 368.000 Dollar, im Juni 2025 waren es noch 900.000 Dollar. Nach eigener Einschätzung reicht das verbleibende Geld für unter einen Monat Betrieb.

CMON hat seine Belegschaft bereits halbiert, den Hauptsitz in Singapur geschlossen und mehrere Marken verkauft, darunter Zombicide und Cthulhu: Death May Die an Asmodee sowie Blood Rage. Neue Crowdfunding-Kampagnen sind gestoppt, gegenüber Unterstützenden bereits laufender, aber noch nicht ausgelieferter Kampagnen stehen laut Bericht rund 14 Millionen Dollar aus.

Wofür CMON das Geld einsetzen will

Vom gesuchten Kapital sollen laut Plan 40 Prozent in den laufenden Betrieb (Personal, Lizenzgebühren, Versand) fließen, 20 Prozent in die Schuldentilgung, 25 Prozent in die Markterweiterung in Asien und Europa und 15 Prozent in ein bis drei Übernahmen im Digitalspiele-Bereich im Wert von 1,3 bis 2,5 Millionen Dollar. Zur Europa-Erweiterung zählt laut CMON auch eine mögliche Teilnahme an der SPIEL Essen und dem Festival International des Jeux in Cannes.

Der Vorjahresbericht hatte für 2025 einen Verlust von 19,9 Millionen Dollar ausgewiesen. Asmodee erweitert sein Portfolio derweil auf mehreren Wegen: Erst Anfang September übernahm der Konzern mit Welcome To… eine weitere Reihe vom französischen Verlag Blue Cocker, zuvor hatte er bereits Sheriff of Nottingham und den Verlag Japon Brand von CMON erworben.

Quellen

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