Asmodee übernimmt ATM Gaming für 180 Millionen Euro

Asmodee übernimmt ATM Gaming für 180 Millionen Euro

Der Brettspielkonzern Asmodee hat eine Vereinbarung zum Erwerb des französischen Verlags ATM Gaming getroffen. Der Kaufpreis liegt auf Cash-free- und Debt-free-Basis bei 180 Millionen Euro. Mit der Akquisition will Asmodee seine Position im Bereich Social Games ausbauen, der als am schnellsten wachsende Kategorie im Brettspielmarkt gilt.

Was hinter dem Deal steckt

ATM Gaming ist ein Pariser Verlag mit 46 Mitarbeitern, der sich auf Party- und Social Games spezialisiert hat. Zu den bekanntesten Titeln gehören Pili Pili und Quick Stop, die mehrere Branchenpreise gewonnen haben. Das Unternehmen setzt auf ein hybrides Distributionsmodell aus Direktvertrieb über E-Commerce und internationalen Vertriebspartnerschaften. Die Zusammenarbeit mit Asmodee besteht bereits seit 2019. Bislang vertreibt Asmodee rund zehn Prozent des ATM-Umsatzes, vorwiegend in Spanien und Italien.

Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende April 2026 erwartet. Ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 soll ATM Gaming in die Konzernabschlüsse von Asmodee integriert werden.

Wachstum im Social-Games-Segment

Im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 erzielte ATM Gaming einen Umsatz von rund 34 Millionen Euro bei einem EBITDA von 17 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2026/27 rechnet Asmodee mit mindestens 50 Millionen Euro Umsatz und 25 Millionen Euro EBITDA vor Synergien.

Asmodee-CEO Thomas Kœgler betont, dass ATM Gaming mit seinem digital getriebenen Go-to-Market-Ansatz und erfolgreichen Titeln das bestehende Portfolio ergänze. Auf Seiten von Asmodee zählen unter anderem Exploding Kittens und Dobble zu den globalen Hits im Social-Games-Bereich. Die Gründer von ATM Gaming sehen in der Übernahme die Chance, ihre Spiele über die globale Distributionsstruktur von Asmodee in mehr Haushalte weltweit zu bringen.

Langfristig soll die Akquisition zum organischen Wachstum von Asmodee beitragen und das mittelfristige Ziel einer bereinigten EBITDA-Marge von über 18 Prozent unterstützen.

Read more